Die Kapellgenossenschaft unterhält im Kobel, zwischen Berneck und Au gelegen, eine eigene Kapelle. Obwohl dieses Gebiet zur Pfarrei Berneck gehört, ist die Genossenschaft rechtlich selbstständig und legt gegenüber ihren Angehörigen sowie der Oberbehörde in St. Gallen eigenständig Rechenschaft ab.
Der Weiler Kobell war bereits im 13. Jahrhundert besiedelt; verschiedene Gutsbesitzer unterhielten hier ihre Landhäuser. 1368 erwarben die Klosterfrauen von St. Katharinen in St. Gallen ein Gut im Kobel. Schon vor der Reformation stand an diesem Ort eine Kapelle, die über eine 1601 von Christof Buffler gestiftete Glocke verfügte.
Die heutige, 1747 erbaute Kapelle ist der heiligen Maria geweiht. Sie beherbergt zwei Glocken – eine kleinere von Johann Heinrich Ernst (Lindau, 1792) und eine grössere von Leonhard Rosenlechner (Konstanz, 1749). Im Inneren befindet sich eine Lourdes-Grotte sowie ein Deckengemälde der Begegnung Marias mit Elisabeth (Maria Heimsuchung). Die letzte Renovation erfolgte 1984.
Das Patrozinium wird jährlich am 2. Juli, dem Fest Maria Heimsuchung, gefeiert.
Jede zweite Woche wird in der Kapelle eine Messe gefeiert. (siehe Gottesdienstordnung)
Einen detaillierten Kunstführer über die Pfarrkirche und die Kapellen liegt in der Kirche auf oder ist im Pfarramt erhältlich.